So ist deine Ausbildung aufgebaut.

Die berufliche Grundbildung «Kauffrau/Kaufmann EFZ» dauert drei Jahre. Du lernst an drei Orten: im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in den Überbetrieblichen Kursen (ÜK). Die drei Lernorte arbeiten eng zusammen. So wirst du Schritt für Schritt fit für deinen Beruf und die Arbeitswelt.

Lehrbetrieb: Praxis erleben.

Du arbeitest in einem Unternehmen mit – zum Beispiel in einer Versicherung, einem Produktionsbetrieb, einem Spital, einem Logistikunternehmen, einer Bank oder einer Verwaltung. Du bearbeitest Aufträge und erledigst selbstständig Aufgaben, arbeitest in Projekten mit und übernimmst Verantwortung. Deine Lernfortschritte dokumentierst du mit Praxisaufträgen. Deine Berufsbildner:innen geben dir in Qualifikationsgesprächen regelmässig Rückmeldungen zu deinen Leistungen und Fortschritten. Zweimal pro Jahr erstellt ihr zusammen den Bildungsbericht. So weisst du immer, wo du stehst. Am Ende jedes Semesters wird deine Leistung mit einem betrieblichen Kompetenznachweis bewertet, der als Erfahrungsnote in dein Abschlusszeugnis einfliesst.

Berufsfachschule: Wissen aufbauen.

An 1 bis 2 Tagen pro Woche gehst du in die Berufsfachschule. Du entwickelst grundlegende berufliche Handlungskompetenzen und baust dein Wissen auf. Bei Aufgaben oder Tests zeigst du, was du gelernt hast. Deine Leistungen zählen als Erfahrungsnote im Abschlusszeugnis.

Überbetriebliche Kurse (ÜK): Fertigkeiten aneignen.

In den ÜK lernst du Grundfertigkeiten, die du in jeder kaufmännischen Branche brauchst. Du nimmst an mindestens 10 Kurstagen teil, davon sind einige als Selbstlernphase organisiert. Du machst 2 ÜK-Kompetenznachweise, in denen du dein Können unter Beweis stellst. Auch hier zählt deine Leistung fürs Abschlusszeugnis.

Schwerpunktthema

Im dritten Lehrjahr vertiefst du je nach Branche oder Interesse einen der Schwerpunkte Marketing, Finanzen, öffentliche Verwaltung oder Sprachen.

Berufsmaturität: Perspektiven sichern

Du bist schulisch stark und hast weitergehende Ambitionen? Dann kannst du bereits während der Lehre die Berufsmaturität (BM1) absolvieren. Statt eineinhalb Tagen besuchst du an zwei Tagen die Berufsfachschule. Du vertiefst deine Kenntnisse in den kaufmännischen Kernfächern und erweiterst deine Allgemeinbildung. Mit dem Berufsmaturitätszeugnis kannst du prüfungsfrei an einer Fachhochschule studieren. Via Ergänzungsprüfung Passerelle kannst du sogar an einer Universität, einer Eidgenössischen Technischen Hochschule oder einer Pädagogischen Hochschule studieren.

Drei Orte, ein Ziel. Lehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse – sie kooperieren eng und machen dich in drei Jahren zum kaufmännischen Profi.

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